celibidache, center, fest, festival
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Fotos: Mathis Beutel
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Danke für ein gelungenes Fest zu Ehren von Sergiu Celibidache und seinem Werk.


Celibidache-Fest 2012 in München

Der Geburtstag Sergiu Celibidaches jährte sich im Hochsommer 2012 zum 100. Mal. Aus diesem Anlass veranstaltete das Celibidache-Center München vom 19. bis 21. Oktober 2012 das mit reichen Inhalten ausgestattete öffentliche Symposion im repräsentativen Rahmen der Münchner Residenz.

Zu verfolgen waren Gespräche mit einer Reihe von in den 1980er und 90er Jahren unter Celibidaches Leitung tätigen Musikern jener Münchner Philharmoniker, die Celibidache weltberühmt gemacht hat, aber auch Vorträge und Gespräche mit ehemaligen Dirigierschülern. Filmdokumente riefen die aus gutem Grund legendäre Probenarbeit des Dirigenten in Erinnerung: die aus persönlicher Vertrautheit mit dem Maestro entstandenen Filme Jan Schmidt-Garrés und Serge Celebidachis.
Hinzu kamen in wohltuendem Wechsel zu spannenden Bildern und spannenden Erörterungen auch einige Kammermusikaufführungen mit Musikern, die langjährig unter / mit Celibidache konzertiert haben. Kenntnisreiche Beiträge über Celibidaches Anschauungen und Einsichten boten viel Erhellendes über Musikauffassung und Künstlerästhetik des wortmächtigen Dirigenten; gerade hier wurde auch Demystifizierendes über seine Erkenntnisquellen und Wissensweitergabe mitgeteilt.
Die Früchte des Unterrichts, die der Maestro unermündlich Studierenden gab, bewiesen sich an diesem Wochenende mehr als eindrucksvoll in einer Sternstunde orchestraler Probenarbeit, für die dem berufenen Dirigenten Markus Theinert die „Kammerphilharmonie dacapo“ des Dirigenten Franz Schottky zur Verfügung stand - und zwar um Mozarts "Kleine Nachtmusik"  in einer gesetzmäßigen Natürlichkeit erklingen zu lassen, wie sie heute wie gestern nur wenigen gelingt!

Prof. Dr. Patrick Lang (Universität Nantes) stellte seine Forschung am umfangreichen handschriftlichen Nachlass Celibidaches vor und berichtete von den Methoden der gewissenhaftesten Auswertung des über Jahrzehnte gewachsenen, schriftlich nidergelegten Ringens des polyglotten Dirigenten um Sprache und Wahrhaftigkeit, Erkenntnis und Darstellung, Forschung und Mitteilung. Die in den nächsten Jahren zu erwartende Publikation wird - das zeichnete sich deutlich ab - zu den herausragenden Beiträgen musikalischer Phänomenologie des Jahrhunderts gehören.

Prof. Dr. Michael von Brück (Universität München) gelang in einem – nicht nur asienwissenschaftlich - profunden, menschlich berührenden und zugleich auch philologisch absolut brillanten Vortrag Ortung und Einordnung der stets spannenden Ideen- und Erkenntniswelt Celibidaches diesseits und jenseits des sprachlich Formulierbaren. Von Brück ging das Wagnis ein, Celibidaches in manchem außergewöhnliche Methoden und Gedankenwege vor dem Hintergrund der Ideengeschichte Indiens und Ostasiens darzustellen; er fesselte das Publikum mit immer wieder paradoxen und doch hoch plausiblen Bezügen zwischen Zeit und Zeitlosigkeit, Detail und Ganzheitsforschung, sinnlich Erfahrbarem und Transzendentalem u.v.a. Die Publikation dieses herausragenden Essays zu Künstlerästhetik und geistigen Hintergründen Celibidaches wäre überaus wünschenswert sowohl in kunsttheoretischen als auch musikalisch-praktischen Kontexten!

Dass beflügelnde Theorie und die Wärme praktischer Erfahrung einander ergänzen: Dies wurde durch dieses Fest auf bezwingende Weise und auf bemerkenswert hohem Niveau realisiert. Dass ein Symposion geistvoll lebendig und gleichermaßen ungezwungen hochkonzentriert abläuft – hier konnte man es erleben. Vergangene Jahrzehnte wurden ästhetisch zusammengefasst, relevante Ziele für Pädagogik und Phänomenologie, Musik und Musikleben wurden erneut spürbar.
Agnes Blanche Marc, die maßgebliche Veranstalterin des Festes, von der die Fäden ausgingen und bei der sie zusammenliefen, führte zielstrebig, charmant und mit souveräner Lebendigkeit durch das in der Konzeption durchdacht abwechslungsreiche und im zeitlichen Ablauf dicht gefügte Programm.
Nicht zuletzt die von Celibidache immer wieder im Munde geführte Gleichzeitigkeit von Gelassenheit und hellwacher Konzentration gehörten zu den Merkmalen dieser zweieinhalb Tage, die jedem, der Celibidache zu schätzen gelernt hat, unvergesslich bleiben dürften und deren Früchte unter anderem in der Reihe CELIBIDACHIANA des Wißner-Verlages greifbar werden.

Matthias Thiemel
(Dr. phil., M.A. mit einer Magisterarbeit über Celibidaches ungeschriebene Lehre; seit 1995 Lehrbeauftragter Univ. Freiburg, seit 2009 Musikhochschule Karlsruhe; Oberstufenlehrer für das Fach Musik)
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Mathias Winkler - 1. Vorsitzender
Agnès Blanche Marc - 2. Vorsitzende
Nenad Dordevic - Vorstandsmitglied
Walter Jahn - Vorstandsmitglied
Fotos des Maestro:
Werner Neumeister
©
Michel Neumeister

Das Jubiläum | 100 Jahre Sergiu Celibidache | The Anniversary | 100 Years Celibidache

"Musik ist nicht schön, Musik ist wahr!"
Celibdache Festival 2012